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Belabox mit einem eigenen SRTLA-Relay verbinden

Belabox bündelt mehrere Mobilfunkverbindungen zu einem Bild. Dafür braucht es eine Gegenstelle: ein SRTLA-Relay, das die Teilströme wieder zusammensetzt. Twitch, YouTube und Kick können das nicht — sie nehmen nur einen fertigen Strom entgegen. Diese Anleitung zeigt, wie Sie Ihre Belabox auf ein eigenes Relay umstellen.

Warum überhaupt ein eigenes Relay

Auf dem Weg von unterwegs zur Plattform bricht die Verbindung. Ein Relay federt das ab: Es sammelt die Teilströme aller Modems, setzt sie zusammen und schickt einen stabilen Strom weiter. Fällt unterwegs ein Modem aus, merkt die Plattform davon nichts.

Was Sie vorher brauchen

  • Die Adresse Ihres Relays
  • Ihren Streamkey — damit dürfen Sie senden
  • Ihren Viewkey — damit holt OBS das Bild ab

Bei uns stehen alle drei im Kundenkonto und nirgends sonst. Behandeln Sie sie wie ein Kennwort: Wer den Streamkey kennt, kann auf Ihrem Relay senden. Zeigen Sie die Angaben nie im Bild.

Schritt 1 — In der Belabox-Oberfläche auf CUSTOM umstellen

Rufen Sie die Weboberfläche Ihrer Belabox auf und öffnen Sie die SRTLA-Einstellungen. Bei der Auswahl des Relay-Servers steht neben den vorgegebenen Servern der Eintrag CUSTOM. Den brauchen Sie — nur damit lassen sich eigene Adressen eintragen.

Schritt 2 — Adresse und Port eintragen

Als SRTLA-Empfänger tragen Sie die Adresse aus dem Kundenkonto ein, als Port 8383. Vollständig sieht die Verbindung so aus:

srtla://IHRE-ADRESSE:8383?streamid=publish/live/STREAMKEY

Manche Oberflächen fragen Adresse, Port und streamid getrennt ab. Dann gehört publish/live/IHR-STREAMKEY in das Feld für die streamid — mit Schrägstrichen, ohne Leerzeichen.

Schritt 3 — Prüfen, ob wirklich gebündelt wird

Nach dem Start sollte die Belabox für jedes angeschlossene Modem Verkehr anzeigen. Steht nur bei einem Modem etwas, bündelt sie nicht — dann liegt es fast immer an einem dieser drei Punkte:

  • Das zweite Modem hat keine Datenverbindung, sondern nur Empfang.
  • Es wurde Port 8282 statt 8383 eingetragen. 8282 ist der Weg für einen einzelnen Strom ohne Bündelung.
  • Die eingestellte Bitrate ist höher, als alle Modems zusammen tragen. Fangen Sie niedrig an und steigern Sie erst, wenn es stabil läuft.

Schritt 4 — OBS anschließen

OBS holt das Bild vom Relay ab, nicht von der Belabox. Legen Sie eine Medienquelle an mit:

srt://IHRE-ADRESSE:4000?streamid=play/live/IHR-VIEWKEY

Als Eingabeformat mpegts. Der Empfang läuft immer über SRT, auch wenn Ihr Sender bündelt — zusammengesetzt wird auf dem Relay. Dieselbe Adresse funktioniert zum Prüfen in VLC unter „Medien → Netzwerkstream öffnen".

Schritt 5 — Pausenbild einrichten

Legen Sie in OBS drei Szenen an: LIVE für das Bild von unterwegs, LOW für schwache Verbindung und BRB als Pausenbild. Bricht die Verbindung ab, wird ohne Umschaltung schwarz gesendet — und schwarzes Bild ist das, was Zuschauer am schnellsten vertreibt.

Wenn nichts ankommt

  • Keine Verbindung: Adresse, Port und streamid Zeichen für Zeichen vergleichen. Ein fehlender Schrägstrich in publish/live/ reicht zum Fehlschlag.
  • Verbindung steht, kein Bild in OBS: Im OBS-Pfad steht play/, nicht publish/ — und der Viewkey, nicht der Streamkey.
  • Bild ruckelt trotz guter Anzeige: Meist ist die Verzögerung zu knapp eingestellt. Mehr Verzögerung heißt mehr Puffer und weniger Aussetzer.

Moblin, IRL Pro und andere Sender

Der Weg ist überall derselbe: eigenen Relay-Server auswählen, Adresse und Port 8383 eintragen, streamid setzen. Die Felder heißen nur anders. Sender, die kein SRTLA können, senden über Port 8282 als einzelnen Strom — ohne Bündelung, sonst unverändert.

Weiter: IRL-Streaming-Pakete ansehen IRL-Streaming von Grund auf einrichten Szenen automatisch umschalten