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IRL-Streaming einrichten

Unterwegs zu senden ist etwas anderes als vom Schreibtisch aus. Die Verbindung schwankt, bricht ab und kommt wieder. Damit daraus trotzdem ein Stream wird, den man ansehen mag, arbeiten drei Bausteine zusammen. Diese Seite erklärt, welche das sind und wofür Sie welchen brauchen.

Der Weg des Bildes

Ihr Bild nimmt vier Stationen, bis es beim Zuschauer ankommt:

  1. Ihr Sender — eine Glowbox, eine Bastibox, eine BELABOX oder ein Telefon mit einer App wie Moblin oder IRL Pro. Es bündelt mehrere Mobilfunkverbindungen zu einer und schickt sie als SRTLA los. Fällt ein Modem aus, tragen die anderen weiter.
  2. Ihr Relay-Server bei uns — er nimmt die gebündelten Verbindungen an, setzt sie wieder zu einem Datenstrom zusammen und hält ihn bereit. Er misst dabei laufend, wie gut jede einzelne Verbindung trägt.
  3. OBS bei Ihnen — es holt sich den Strom vom Relay als Quelle. Hier liegen Ihre Szenen: das Livebild, ein Pausenbild, vielleicht eine sparsame Variante für schlechte Verbindung.
  4. Die Plattform — OBS sendet zu Twitch, YouTube oder Kick.
Warum OBS dazwischen? Weil dort Ihre Szenen liegen. Bricht die Verbindung unterwegs ab, meldet unser Server das an OBS, und OBS schaltet auf Ihr Pausenbild — der Zuschauer sieht kein Standbild und keine Fehlermeldung. Ohne OBS gäbe es nichts umzuschalten.

Was Sie brauchen

Ein Sender mit SRTLA
Glowbox, BELABOX, Moblin oder IRL Pro. Alles, was SRTLA spricht, funktioniert. Wer nur eine Verbindung nutzt, kann auch einfaches SRT senden.
Einen Relay-Server
Ihr eigener, mit eigener IP-Adresse — die Pakete finden Sie hier. Das kostenlose Paket eignet sich zum Ausprobieren; die automatische Szenenumschaltung ist ab dem Paket Klein dabei.
OBS auf einem Rechner, der läuft, während Sie senden
Meist der Rechner zu Hause. Er muss nicht stark sein, aber er muss online sein — und für die Szenenumschaltung von außen erreichbar. Wie das geht, steht in der Anleitung zur OBS-Erreichbarkeit.

Einrichtung in fünf Schritten

  1. Paket bestellen. Nach der Freigabe sehen Sie im Kundenkonto die Adresse Ihres Servers, Ihren Streamkey und Ihren Viewkey. Alle drei stehen nur dort und nirgends im Netz. Wer den Streamkey kennt, kann auf Ihrem Relay senden; wer den Viewkey kennt, kann mitschauen — behandeln Sie beide wie ein Kennwort und zeigen Sie sie nie im Stream.
  2. Sender einrichten. Die fertige Adresse steht im Kundenkonto und sieht so aus:
    • gebündelt: srtla://IHRE-ADRESSE:8383?streamid=publish/live/STREAMKEY
    • einzeln: srt://IHRE-ADRESSE:8282?streamid=publish/live/STREAMKEY
  3. OBS verbinden. Legen Sie eine Medienquelle an mit der Adresse srt://IHRE-ADRESSE:4000?streamid=play/live/VIEWKEY und dem Eingabeformat mpegts. Der Empfänger nutzt immer SRT, auch wenn Ihr Sender bündelt — zusammengeführt wird auf dem Relay. Dieselbe Adresse funktioniert in VLC unter „Medien → Netzwerkstream öffnen".
  4. Szenen anlegen. Üblich sind drei: LIVE für das Bild von unterwegs, LOW für schwache Verbindung und BRB als Pausenbild. Die Namen tragen Sie im Kundenkonto ein.
  5. Umschaltung einschalten. Ab dem Paket Klein hinterlegen Sie im Kundenkonto, wie OBS erreichbar ist. Ein Knopf prüft die Verbindung sofort.

Wenn die Adresse einmal bekannt wird

Es kommt vor: Die Einstellungen sind versehentlich im Stream zu sehen, oder jemand aus dem früheren Umfeld kennt sie noch. Weil jeder Kunde bei uns eine eigene IP-Adresse hat, betrifft ein Angriff nur diese eine — und Sie können sich im Kundenkonto mit einem Klick eine neue geben lassen. Der alte Streamkey lässt sich ebenso jederzeit austauschen.

Kommen Sie nicht weiter? Schreiben Sie uns an info@glowfish.de — schildern Sie kurz, welchen Sender Sie nutzen und woran es hakt.