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Fritz!Box von unterwegs erreichen
Für den Zugriff von unterwegs auf die Fritz!Box, ein NAS, eine Kamera oder Home Assistant braucht es zwei Dinge: eine Adresse, unter der der Anschluss zu Hause erreichbar ist, und einen Weg ins Heimnetz. Die Adresse liefert MyFRITZ! oder ein DynDNS-Dienst, den Weg ein VPN oder eine Portfreigabe.
Die Adresse: MyFRITZ! oder DynDNS
Der Internetanschluss bekommt immer wieder eine neue IP-Adresse. Ein fester Name, der jeweils auf die aktuelle Adresse zeigt, löst das.
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MyFRITZ! ist der Dienst von AVM. Er ist kostenlos und braucht ein MyFRITZ!-Konto.
Die Adresse ist eine automatisch vergebene Zeichenfolge unter
myfritz.net. -
DynDNS vergibt einen Namen Ihrer Wahl, zum Beispiel
zuhause.dynipdns.de, mit IPv4 und IPv6. Der Name funktioniert auch mit anderen Routern und lässt sich in Geräten hinterlegen, die eine feste Adresse brauchen. Unser DynDNS Hosting richten Sie in der Fritz!Box unter Internet, Freigaben, DynDNS ein, beschrieben in der Anleitung DynDNS in der Fritz!Box.
Der Weg ins Heimnetz: VPN oder Portfreigabe
VPN mit WireGuard
Ein VPN verbindet Smartphone oder Laptop so mit dem Heimnetz, als wären sie zu Hause. Alle Geräte im Heimnetz sind damit erreichbar, ohne dass einzelne Ports nach außen offen stehen. Ab FRITZ!OS 7.50 ist WireGuard in der Fritz!Box enthalten. Das ist für den Zugriff auf das ganze Heimnetz der empfohlene Weg.
Portfreigabe
Eine Portfreigabe macht einen einzelnen Dienst im Heimnetz von außen erreichbar, etwa einen Webserver. Sie liegt unter Internet, Freigaben, Portfreigaben. Geben Sie nur frei, was wirklich von außen erreichbar sein muss, und halten Sie das Gerät dahinter aktuell und mit einem starken Kennwort geschützt.
Schritt für Schritt: DynDNS und WireGuard
- Richten Sie DynDNS in der Fritz!Box ein, wie in der Anleitung beschrieben.
- Öffnen Sie in der Fritz!Box Internet, Freigaben und den Reiter VPN (WireGuard).
- Legen Sie eine neue Verbindung an und wählen Sie im Assistenten, dass ein einzelnes Gerät verbunden werden soll. Die genauen Bezeichnungen hängen von der FRITZ!OS-Version ab.
- Installieren Sie auf dem Smartphone die App WireGuard und lesen Sie den QR-Code ein, den die Fritz!Box anzeigt.
- Prüfen Sie die Verbindung über das Mobilfunknetz, nicht über das eigene WLAN.
In der erzeugten Einstellung steht als Gegenstelle die Adresse, unter der die Fritz!Box erreichbar ist, Ihr DynDNS-Name oder die MyFRITZ!-Adresse. Beides funktioniert.
Anschluss ohne eigene IPv4-Adresse (DS-Lite)
Bei manchen Kabel- und Glasfaseranschlüssen teilt sich der Anschluss eine IPv4-Adresse mit anderen Kunden („DS-Lite“). Von außen ist er dann nur über IPv6 erreichbar. Unterwegs funktioniert das, wenn auch das Mobilfunknetz oder das fremde WLAN IPv6 unterstützt, was bei den großen Mobilfunknetzen üblich ist. Für einen Zugriff über IPv4 fragen Sie Ihren Anbieter nach einer eigenen IPv4-Adresse.
Häufige Fragen
- Reicht MyFRITZ! nicht aus?
- Für den Zugriff auf die Fritz!Box selbst reicht MyFRITZ!. Ein DynDNS-Name lohnt sich, wenn Sie einen gut merkbaren Namen möchten, einen anderen Router einsetzen oder den Namen in Geräten wie Kameras oder einem Mailserver hinterlegen.
- Ist eine Portfreigabe unsicher?
- Sie öffnet genau einen Dienst nach außen. Das ist vertretbar, wenn dieser Dienst aktuell gehalten wird und gut geschützt ist. Für den Zugriff auf mehrere Geräte ist ein VPN der sicherere Weg.
- Brauche ich dafür einen eigenen Server?
- Nein. Fritz!Box, DynDNS und WireGuard genügen. Ein vServer kommt erst infrage, wenn ein Dienst rund um die Uhr unabhängig vom Anschluss zu Hause laufen soll.
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