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Fedora-Server einrichten: dnf5, Updates und Versionswechsel
Fedora bringt die neuesten Programmversionen der großen Systeme mit. Alle sechs Monate erscheint eine neue Version, jede wird rund dreizehn Monate gepflegt. Diese Anleitung gilt für Fedora 44 auf einem Fedora-Server.
Was installiert ist
- dnf5, aufgerufen als
dnf, mit den Paketquellenfedoraundupdates. - systemd mit journald, dazu systemd-networkd für das Netz. Die Adresse ist bei der Einrichtung gesetzt.
- sudo. OpenSSH für die Anmeldung kommt bei der Einrichtung des Servers hinzu.
Nicht installiert sind cron, rsyslog, firewalld und das Werkzeug für automatische Updates. Diese Angaben gelten für den Container. Ein vServer mit KVM startet mit dem offiziellen Cloud-Abbild von Fedora und wird beim ersten Start mit cloud-init eingerichtet. Dort kann die Paketauswahl etwas größer sein.
1. Aktualisieren
dnf upgrade --refresh
2. Automatische Sicherheitsupdates
Das Zusatzmodul dnf5-plugin-automatic spielt Aktualisierungen nach Zeitplan ein. Die Vorlage nach /etc/dnf/automatic.conf kopieren, dort apply_updates = yes setzen und den Timer einschalten:
dnf install dnf5-plugin-automatic
cp /usr/share/dnf5/dnf5-plugins/automatic.conf /etc/dnf/automatic.conf
systemctl enable --now dnf5-automatic.timer
3. Firewall einrichten
dnf install firewalld
systemctl enable --now firewalld
firewall-cmd --permanent --add-service=ssh
firewall-cmd --permanent --add-service=https
firewall-cmd --reload
Erst den SSH-Port freigeben, dann die Firewall einschalten. Ist SSH auf einen anderen Port als 22 gelegt, diesen Port eintragen. Sperrt man sich doch aus, hilft die Konsole im Kundenkonto.
4. Dienste, Protokolle und cron
systemctl status nginx
systemctl enable --now nginx
journalctl -u nginx -e
Protokolle stehen nur im Journal und werden mit journalctl gelesen. Zeitgesteuerte Aufgaben laufen mit systemd-Timern oder mit cron nach dnf install cronie und systemctl enable --now crond.
Versionen und Wechsel
Der Wechsel auf die nächste Version läuft mit dnf system-upgrade. Vorher einen Snapshot im Kundenkonto anlegen und alle Aktualisierungen einspielen. Wer lieber neu beginnt, installiert im Kundenkonto neu, siehe Server neu installieren, ohne Daten zu verlieren.
dnf upgrade --refresh
dnf system-upgrade download --releasever=45
dnf offline reboot
Häufige Fragen
- Fedora oder AlmaLinux?
- Fedora bringt neue Programmversionen und braucht etwa einmal im Jahr einen Versionswechsel. AlmaLinux bleibt über Jahre gleich und passt, wenn der Server lange ohne größere Eingriffe laufen soll.
Weiter: Die ersten Schritte auf Ihrem vServer AlmaLinux-Server einrichten Rocky-Linux-Server einrichten