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AlmaLinux-Server einrichten: dnf, EPEL, firewalld und SELinux

AlmaLinux ist ein freier Nachbau von Red Hat Enterprise Linux mit Pflege bis 2035. Diese Anleitung gilt für AlmaLinux 10 auf einem AlmaLinux-Server, die Befehle passen auch zu AlmaLinux 9.

Was installiert ist

  • dnf mit den Paketquellen BaseOS, AppStream, CRB und Extras.
  • NetworkManager für das Netz. Die Adresse ist bei der Einrichtung gesetzt.
  • cronie und rsyslog, beide laufen ab dem Start.
  • sudo. OpenSSH für die Anmeldung kommt bei der Einrichtung des Servers hinzu.

Nicht installiert sind firewalld, dnf-automatic und EPEL. Diese Angaben gelten für den Container. Ein vServer mit KVM startet mit dem offiziellen Cloud-Abbild von AlmaLinux und wird beim ersten Start mit cloud-init eingerichtet. Dort kann die Paketauswahl etwas größer sein.

1. Aktualisieren

dnf upgrade

2. Automatische Sicherheitsupdates

dnf-automatic spielt Aktualisierungen nach Zeitplan ein. In /etc/dnf/automatic.conf apply_updates = yes setzen, dann den Timer einschalten:

dnf install dnf-automatic
systemctl enable --now dnf-automatic.timer

3. Firewall einrichten

dnf install firewalld
systemctl enable --now firewalld
firewall-cmd --permanent --add-service=ssh
firewall-cmd --permanent --add-service=https
firewall-cmd --reload

Erst den SSH-Port freigeben, dann die Firewall einschalten. Ist SSH auf einen anderen Port als 22 gelegt, diesen Port eintragen. Sperrt man sich doch aus, hilft die Konsole im Kundenkonto.

4. Dienste, Protokolle und cron

systemctl status nginx
systemctl enable --now nginx
journalctl -u nginx -e

crond läuft bereits, eigene Aufgaben trägt crontab -e ein. Protokolle stehen in journalctl und unter /var/log, etwa in /var/log/messages.

Zusätzliche Pakete aus EPEL

EPEL ergänzt viele Programme, die nicht in den Grundquellen stehen, etwa htop oder fail2ban. EPEL braucht CRB. Im Container ist CRB schon eingeschaltet, auf einem KVM-Server schaltet der zweite Befehl es ein:

dnf install epel-release
dnf install dnf-plugins-core && dnf config-manager --set-enabled crb
dnf install htop

SELinux

Auf einem vServer mit KVM ist SELinux eingeschaltet, getenforce zeigt Enforcing. Liegen Webdateien an einem ungewohnten Ort, setzt restorecon -Rv /pfad die passenden Kennzeichen. Im Container übernimmt der Host die Abschottung, SELinux ist dort nicht aktiv.

Versionen und Wechsel

AlmaLinux 10 wird bis 2035 gepflegt, AlmaLinux 9 bis 2032. Für den Wechsel der Hauptversion ist eine Neuinstallation im Kundenkonto vorgesehen. Daten lassen sich vorher mit dem Rettungsverzeichnis sichern, siehe Server neu installieren, ohne Daten zu verlieren.

Häufige Fragen

AlmaLinux oder Rocky Linux?
Beide sind Nachbauten von Red Hat Enterprise Linux mit denselben Befehlen. AlmaLinux behebt Fehler auch vorab, Rocky Linux hält sich streng an das Vorbild. Im Alltag merkt man den Unterschied selten.

Weiter: Die ersten Schritte auf Ihrem vServer Rocky-Linux-Server einrichten Fedora-Server einrichten

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